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Die Morphotheltheorie

von paTrick Martin, MdD, exZdD, IPPP*, KGSED*

 

Die 13 OGF (Oft gestellten Fragen):

Was ist das Morphothel?

  • Die äußere Form wird bei Wirbeltieren durch fleischig - knorpelige Auskleidungen des Skelettes bestimmt. Auf stella anatium zeichnet sich dieses Gewebe durch eine große (vegetative wie willkürliche) Verformbarkeit und einen ebenso großen Formenreichtum aus. Dies ist das Morphothel.

Und was heißt das?

  • Das heißt, die äußere Gestalt des Entenhauseners entspricht nicht seinem Skelettbau. Z.B. haben Kynoide (hundeartige, um die Frage vorwegzunehmen) wie Scotty (s. Abb.)

im Durchlicht einen eher menschlichen Körperbau (Abb.):

Was also auf den ersten Blick aussieht wie eine sprechende Maus oder Katze oder Hund oder Ente ist nichts weiteres als ein Mensch, dessen Deckgewebe aufgrund rassischer, familiärer oder individueller Eigenheiten diese Form angenommen hat. Die gemeinsame Darstellung von Knochen und Deckgewebe zeigt, daß vor allem im Bereich des Kopfes erhebliche Diskrepanzen bestehen (s. Abb.):

 

Was ist das Besondere am Morphothel?

  • Die besondere Eigenschaft des Morphothels ist das sog. "Morphen", d.h. eine Änderung der Form und/oder der Materialeigenschaften des Gewebes. Dies äußert sich beispielsweise im spontanen Auftreten zusätzlicher Finger (Polydaktylie) oder anderer Organe (wie z.B. Zähne) bzw. deren Verformung (Kräuselung des eigentlich hornigen Entenschnabels). Auch verleiht das Morphothel dem Körper eine ungeheure Widerstandskraft gegen mechanische Einwirkungen wie Aufpralle harter Gegenstände, Explosionen etc. (s. Abb.)

Wie war das nochmal mit den Zähnen?

  • Die bei den "nichthumanoiden" Bewohnern Entenhausens oft zu beobachtenden Zähne werfen keinen Röntgenschatten, der menschenähnliche Schädel weist aber sehr wohl Zähne auf. Die vorn in der Mundöffnung sichtbaren "Pseudozähne" treten spontan auf und sind ein Ausdruck der Stimmungslage (s. Abb.); sie werden im allgemeinen nicht zum Kauen benutzt und haben eine eher soziale Funktion.

Was ist mit der Fehlmannschen Kapsel?

  • Das Konstrukt der Fehlmannschen Kapsel ist unter dem Postulat von Pseudogewebe nicht mehr erforderlich.

Kann das Morphothel auch willkürlich gemorpht werden?

  • Das vorliegende Datenmaterial scheint darauf hinzuweisen, daß dies der Fall ist. Hierzu sind aber bestimmte Techniken nötig, die nicht jeder Entenhausener beherrscht. Gundel Gaukeley etwa besitzt die Fähigkeit der vollkommenen Morphothelkontrolle und kann sich in jede gewünschte Person verwandeln. Manche Gnixen können anschwellern (s. Abb.)

Darüber hinaus ist vermittels technischer Hilfsmittel eine gewisse Kontrolle möglich: In Entenhausen ist die Hitzeempfindlichkeit des Morphothels bekannt, ein intensives Dampfbad verursacht einen blitzartigen Gewichtsverlust, dauernde Hitzeeinwirkung führt zum nachhaltigen Einschrumpeln des gesamten Körpers. Formänderungen durch Chemikalien sind gleichfalls überliefert (Beize zum Schrägmachen der Augen etc.).

Ist Donald Duck eine Ente?

  • Die Bewohner Entenhausens gehören alle einer einzigen Art an: Homo sapiens polimorphus BARKS. Es handelt sich mithin nicht um anthropomorphe Tiere, sondern vielmehr um animalomorphe Menschen.

Hier löst sich auch der Widerspruch gemeinsamer Nachkommen systematisch weit entfernter Gruppen auf, da man angesichts der Morphotheltheorie die verschiedenen Formen als ein und derselben Art zugehörig ansieht.

Neben dieser Art existieren noch weitere Unterarten wie Homo sapiens gnixus, Homo sapiens atlanticus oder Anasirena sapiens, die sich aufgrund besonderer Anpassungen entwickelt haben. Culler sapiens stellt eine eigenständige Sonderform dar, die das knöcherne Skelett vollständig zurückgebildet hat.

Wie ist das Morphothel entstanden?

  • Es ist zu vermuten, daß ein enger ontogenetischer Zusammenhang mit den Pseudopetasien besteht. Dies sind schreckhafte symbiontische Lebensformen, die i.a. auf den Köpfen der Entenhausener leben (s. Abb.):

Die Theorie ist dahingehend, daß in einem entwicklungsgeschichtlich früheren Stadium einige Pseudopetasien mit ihren Wirten eine innigere Symbiose eingegangen sind, ähnlich wie man dies von Pilz + Algen - Symbiosen zu Flechten oder Korallen + Algen - Symbiosen her kennt. Ob dies auf zellularer oder gar auf subzellurarer Ebene (wie bei unseren Mitochondrien vermutet wird) geschah, ist bislang noch ungeklärt.

Diese Symbiose bietet besondere evolutionäre Vorteile, wie beispielswiese Zähne oder zusätzliche Finger zu haben, wenn man sie braucht. Es ist von Vorteil, Stürze aus großen Höhen oder andere Gewalteinwirkungen unbeschadet überstehen zu können oder einwirkenden Drücken durch starke elastische Verformung begegnen zu können. Es ist vorteilhaft, aufgeblasen werden zu können wie ein Ballon. Es ist günstiger, Verletzungen vulkanisieren zu lassen. 

Wieso kommen in Entenhausen so viele unterschiedliche Formen vor?

  • Offensichtlich ist die Grundform des Morphothels vererbbar. Ob dies tatsächlich durch sexuelle Vermehrung geschieht oder hierbei andere Mechanismen (Veronkelung) eine Rolle spielen, ist aufgrund des hier lückenhaften Datenmateriales noch nicht zu beantworten. Einzelne Familien oder Clans bildeten hierbei eigene Formen heraus, die bestimmten Tieren (Enten, Hunde, Schweine etc.) ähneln, andere sind anthropomorph geblieben. Leider ist bislang auch fraglich, ob es sich hier um ein rein kulturelles Erbe handelt oder Erbgut (etwa durch die Pseudopetasien) von diesen Tieren auf die Wirte übertragen wurde, worauf es durchaus Hinweise gibt (s. Abb.):

Zu bemerken ist demgegenüber, daß es sich beim anatiden Fuß nicht um einen Entenfuß handelt, denn letzterer wird von Häuten zwischen krallenbewehrten Zehen gebildet. Der anatide Fuß hingegen stellt vielmehr einen lappenartig verbreiterten menschlichen Fuß dar, welcher nur die äußere Form eines Wasservogelfußes nachahmt. Die Grundformen (also z.B. anatides oder canides Äußeres) wurden im Verlauf der Evolution von bestimmten Schönheitsidealen oder Umweltbedingungen bestimmt (man denke beispielsweise an die Steißform der Hottentotten oder den unterschiedlichen Körperbau von Massai oder Pygmäen).

Warum tragen die weiblichen Ducks Schuhe?

Die Frage ist eigentlich falsch gestellt. In Entenhausen tragen alle Schuhe, mit Ausnahme der männlichen Ducks. Diese tragen wohl deshalb keine Schuhe, weil Ihre Füße so schlecht in normales Schuhwerk passen würde (Modebewußte männliche Anatiden gehen daher mit Gamaschen einen Kompromiß ein). Schuhe wären ihnen wohl schlicht unbequem. Den weiblichen Anatiden ist es feminines Bedürfnis, modisches Schuhwerk zu tragen, man nimmt also eine gewisse Unbequemlichkeit gerne in Kauf.

Einzelne Anatidinnen sind auch in der Lage ihren Fuß entsprechend zu morphen:

Wie konnten die Atlantiden sich in so kurzer Zeit verändern ?

  • Indem ihr Lungenmorphothel sich innerhalb weniger Generationen zum Kiemenmorphothel umwandelte.

Warum altern die Neffen nicht?

  • Die Neffen altern durchaus, es ist bei ihnen eine gewisse soziale Entwicklung zu beobachten. Die körperliche Entwicklung scheint in Entenhausen aber deutlich verlangsamt zu sein (s.a. das Alter von Dagobert Duck). Offensichtlich verlangsamt das Morphothel den geweblichen Alterungsvorgang.

Warum gehen Jacki und Karli keiner geregelten Arbeit nach?

  • Die beiden sind intelligent gewordene Tiere. Diese sogenannten "Neointelligenten" sind in Entenhausen nicht gesellschaftsfähig, weil sie nicht zur Gattung Homo gehören, sondern tatsächlich intelligent gewordene Tiere sind.

 

Noch Fragen?

 

 


*) Inhaber des Professor-Püstele-Preises der Academy of Donaldistic Sciences,
Kommissarischer Generalsekretär der SüdEuropäischen Donaldisten.