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Deutsche Organisation nichtkommerzieller Anhänger des lauteren Donaldismus

Gangolf Seitz:

Das donaldische Quiz 115

Sein Leben war in anspruchslosen Bahnen verlaufen. Glückliche Umstände hatten es gefügt, dass ihm der sonst so lebensbestimmende Kampf ums Dasein erspart blieb. Jagen und Sammeln, Handeln und Wandeln, Lügen und Betrügen, Kriegen und Kämpfen, alle diese aufreibenden Tätigkeiten, die zum Überleben sowohl des Individuums als auch der ganzen Art gemeinhin unerlässlich sind, er brauchte sich mit ihnen nicht abzugeben.

Schon seine Kindheit fand unter äußerst behüteten Umständen statt, und schon bald verschlug es ihn in eine geradezu luxuriöse Umgebung, in der ihm jeder Wunsch (derer er allerdings nicht viele hatte) erfüllt wurde. Ein geräumiges Appartement wurde ihm gestellt, dessen Reinigung regelmäßig und ohne sein Zutun erfolgte. Schon bald hatte er sich an seine Umgebung gewöhnt und seinen Lebensrhythmus der Welt angepasst, in die ihn ein gütiges Schicksal verbracht hatte. Keine Feinde bedrohten ihn, keine Form von Gewalt war ihm je begegnet. Naiv und glücklich lebte in den Tag hinein.

Das Leben hätte ohne große Höhen und Tiefen noch jahrelang so weitergehen können, hätte nicht ein jäher Unglücksfall seine Behausung zerstört. Der plötzliche Verlust der schützenden Umfriedung löste größten Schrecken in ihm aus und ließ ihn völlig zu Recht um sein Leben fürchten.

Erst kürzlich konnte man in New York beobachten, wie grauenhaft die unerwartete Zerstörung von Wohn- und Arbeitsraum das Leben von Vielen auslöschte und noch mehr Menschen gesundheitlich bedrohte und auch schädigte. Auch der schnelle Einsatz von Feuerwehren und Rettungskräften konnte längst nicht allen helfen, die es nötig gehabt hätten. Dagegen ist es unserem Rätselwesen noch glimpflich ergangen.

Nun ist es natürlich ein Unterschied, ob zwei Riesengebäude mit Zehntausenden von Menschen zerstört werden oder nur die gepflegte Wohnung eines Junggesellen, trotzdem war der Schock unserer Rätselperson mindestens genau so groß, als sei über ihm das World Trade Center kollabiert und nicht nur seine reizende kleine Behausung.

Zwar hatte die erhebliche Zerstörung, die sein trautes Heim betroffen hatte, in Sekundenbruchteilen zur völligen Unbewohnbarkeit geführt, doch die Retter in Not waren schnell zur Stelle und arbeiteten effizient. So konnte man ihm schon nach wenigen Minuten, während derer er sein Leben allerdings ernsthaft bedroht sah, eine Notunterkunft zuweisen. Wenn er sich hier auch äußerst unbequem fühlte und schon ahnte, dass er in diesem prosaischen Ambiente kein Auge würde zutun können, so war er doch dankbar um die Rettung seiner kleinen Existenz.

Seine Dankbarkeit steigerte sich ins Unermessliche, als er feststellte, dass unverzüglich Maßnahmen zur Reparatur seines Anwesens getroffen wurden. Mit erstaunlicher Präzision und Schnelligkeit konnte seine Unterkunft wiederhergestellt werden, sodass er bald wieder in seine gewohnte Umgebung einziehen konnte.

Wer war's ?


































Es war Blubby, der Goldfisch von Frau Goldvogl (DD 68, TGDD 39).

Erschreckend die Lösungen aus der weiten Welt des Zwischennetzes, die teilweise anonym (unknown@ compuserve.de und ähnliche Absender) eintrafen.

Nein, es war nicht Gustav Gans (2 Nennungen!), nicht Schweinchen Schlau, erst recht nicht "Quarks der Bruchpilot". Da muss man sich wirklich fragen, wo der Fortschritt der elektronischen Post liegt.

Ohne falsche Antwort dagegen die Lösungen, die auf klassischen Postkarten einkamen. Das beweist nach Ansicht des Quizmasters erneut die natürliche Überlegenheit des analogen Postprinzips. Besonders erfreulich, weil mit Liebe gestaltet, die Karte von U. und L. K aus Ho, danke auch für "Fisches Nachtgesang" (Morgenstern) von K.Z.Z., und endlich auch scheint es gelungen, den chronischen Nörgler aus dem bayrischen Postfach zu besänftigen, der die Quizlösung immerhin als ein Drei-Pfeifen-Problem (in Anlehnung an Holmes) bezeichnete.

M.O. aus K schickte einen reizenden 20-Zeiler, auch dafür Dank.

Unser Waisenkind aber zog aus der Menge der richtigen Anworten eine Karte, die die Trivialschriftstellerin Alexandra Cordes zeigt. Sie kommt aus Bad Aachen von dem dreifach frakturierten Hartmut Hänsel. Hartmut erhält für die richtige Quizlösung das Büchlein "Berühmte Gemälde aus Entenhausener Privatbesitz", ein Ausstellungskatalog von Sigrun Brunsiek und Josef Spiegel. Die Quizredaktion gratuliert und wünscht gute Besserung.