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Deutsche Organisation nichtkommerzieller Anhänger des lauteren Donaldismus

Gangolf Seitz:

Das donaldische Quiz 136

Wer die aktuelle Bevölkerungspyramide eines Industrielandes betrachtet, wird leicht feststellen können, dass sie sich von der früher typischen Form eines Tannenbaums weit entfernt hat. Heutzutage gleicht sie einer zerzausten Föhre, und schon in wenigen Dekaden wird die Zunahme der Seniorengeneration sie aussehen lassen wie eine nach oben ausladende Blumenvase. Der Unterhalt der Großväter wird die jungen Leute einiges kosten, zumal wegen der zu erwartenden steigenden Lebensdauer noch die Urgroßväter dazu kommen werden – von den Groß- und Urgroßmüttern ganz zu schweigen.

Wohin mit den all den Alten? Eine Frage, die sich hierorts genau so drängend stellt wie in Entenhausen. Es ist nicht damit getan, rollatorengerechte Einkaufszonen zu schaffen, für ein umfangreiches Windelangebot zu sorgen, flächendeckend Essen auf Rädern anzubieten. Das wachsende quantitative Missverhältnis und Missverständnis zwischen Alt und Jung wird preisgünstige industrialisierte Versorgungsformen erzwingen. In Japan werden Demente heute schon von Pflegerobotern versorgt, und zu ihrer Verlustierung stehen künstliche Hunde und Katzen bereit. Ist das unsere Zukunft? Werden sich die Menschen – wie heute schon vereinzelt zu beobachten – in weiser Voraussicht deutlich jüngere Lebenspartner zulegen, damit sich im Senium noch jemand findet, der sich moralisch verpflichtet fühlt, ihnen den Rollstuhl zu schieben? Irgendwann wird man sich der Massen der Alten entledigen wollen, sie in Betonbauten in verlassene Industriebrachen ausgrenzen, in hurtig hingeklotzten Kasernen in sozialen Spannungsgebieten entsorgen, wo die allfällige Gewaltkriminalität zur Reduzierung der Rentner beiträgt. Gerne wird man es hinnehmen, wenn Epidemien, die den dort herrschenden erbärmlichen hygienischen Zuständen geschuldet sind, die Zahl der senilen Fresser dezimieren. Die Ehre vor dem Alter, heute noch in wenigen Naturgesellschaften präsent, wird dann endgültig der Vergangenheit angehören. Ein Rest von anerzogenem Humanismus wird auch dann noch gebieten, die dementen Divisionen zu ernähren, doch ihr Leben wird unwürdig sein. Satt, sauber, sediert: die drei hehren Kriterien heutiger Altenpflege wird man dann nicht mehr halten können.

Hat Entenhausen es besser? Die Beobachtung dieser uns ans Herz gewachsenen Welt zeigt, dass es tatsächlich noch Investoren gibt, die sich aus der Errichtung von Seniorenresidenzen Ein kluger Schachzug, der die Versorgungskosten der anschwellenden Seniorengeneration ein Geschäft versprechen. Offenbar sind die Entenhausener Graubärte noch so solvent, dass sie sich gehobene Lebensumstände leisten können. Warum sonst sollte ein Investor Wert auf ruhige Umgebung und saubere Luft legen? Wenig wissen wir vom Entenhausener Rentensystem, doch es scheint, dass es den Alten einen Lebensabend frei von Abgasen und Ungeziefer ermöglichen kann. In einem Park mit altem Baumbestand wird nur das Beste für die Alten vorgesehen. Doch ist es auch hier gerade die Jugend, die es den Alten nicht gönnen will, die Einschränkungen des eigenen Lebensstandards voraussieht und daher die Errichtung der gediegenen Residenz torpediert.

Ein kluger Schachzug, der die Versorgungskosten der anschwellenden Seniorengeneration erträglich halten will? Oder eine blinde Fehlentscheidung aus hedonistischem Eigennutz? Wir wissen es nicht. Den Park mit altem Baumbestand hat der Aktivismus der Jugend jedenfalls nicht retten können.

Uns soll in diesem Zusammenhang die Person des Investors interessieren, der seinen Plan an anderer Stelle umsetzen musste.

Wer war's ?
















































Es war Herr Ehrenspeck, der sich für das Gundermann’sche Grundstück interessiert („Seines Glückes Schmied“ bzw. „Der Glückspilz“, U$ 37, MM 17/1963, TGDD 50).

Herr J. aus W. verweist auf die Ähnlichkeit der Geschichte mit dem Bericht „Die Ritter von Quackenstein“ (WDC 154), wo ebenfalls ein Grundstück den Besitzer wechseln soll, der potentielle Käufer ist ein gewisser Wundermild, und Herr H. aus N. („es ist dies Mal doch sehr einfach“) ist prompt darauf hereingefallen. Sechs weitere Quizteilnehmer ließen sich nicht täuschen. Mehrere verwiesen auf die umfangreiche Sippe der Ehrespecks in Entenhausen, zu denen auch der Entdecker des Vitamins M gegen die Magerkeit gehört. Die Krone des Sieges aber geht nach Wuppertal an Heiko Jantzen. Er gewinnt das Super Mini Donald Duck Quartett, eine kleine Rarität Made in W.-Germany. Viel Freude beim Spiel!