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Deutsche Organisation nichtkommerzieller Anhänger des lauteren Donaldismus

Gangolf Seitz:

Das donaldische Quiz 148

"Vermutlich hat Gott die Frau erschaffen, um den Mann kleinzukriegen."
François-Marie Arouet, genannt Voltaire

Das Verhältnis von Frauen und Männern ist seit ewigen Zeiten Thema mehr oder minder geistvoller Feststellungen und Auseinandersetzungen gewesen. Hätte die Natur die Lebewesen nicht als Frau und Mann angelegt, der größte Teil aller gemalten Bilder, Theaterstücke, Romane wäre nie geschaffen worden. Die Unterschiede von Mann und Frau führen seit Ewigkeiten zu Spannungen, Eifersucht und Kriegen, etwa dem Trojanischen. Mann und Frau sollten einander ergänzen und miteinander kooperieren, tatsächlich aber besteht ihr Zusammensein oft genug aus Zank und Streit. Mit Befehlen und Gewalt schleppen Frauen ihre Männer zu Veranstaltungen wie Päckchen-Parties oder zum Verein der Naturfreunde. Männer sind davon überzeugt, dass Frauen sich ständig unangenehme Arbeiten für sie ausdenken. Anstatt aber konsequent die Gefolgschaft aufzukündigen, sind Männer bereit, sich allem Unangenehmen und Erniedrigendem zu unterwerfen, das sich eine Frau für sie ersonnen hat. Der große Philosoph Loriot erkannte, dass Männer und Frauen einfach nicht zusammen passen. Trotz dieser zweifellos richtigen Erkenntnis kann man immer wieder beobachten, dass Männer und Frauen jahrzehntelang miteinander in Zwietracht leben, etwa Sokrates mit seiner Ehefrau Xanthippe, die nicht nur so hieß, sondern auch eine war. Nur selten fliehen Männer aus belastenden Verbindungen, eher halten sie duldsam aus. Die Gründe dafür liegen vermutlich in massiven Kindheitstraumata begründet. Erziehungsberechtigte überwachen und beherrschen die ihnen anvertrauten Minderjährigen mit perfiden Methoden, seien es Uranknöpfe an den Mützen, sei es die Leinenmethode. Der so Aufgewachsene begreift das Leben als eine Veranstaltung, bei der er nur verlieren kann und zieht den Kopf ein, wenn die Stürme über ihn hinweg brausen.

Wenn wir unseren Rätselmann betrachten, so können wir unschwer erkennen, dass er schon in seiner Kindheit unter seiner körperlich wie geistig erdrückenden Erziehungsberechtigten zu leiden hatte. Keine Sekunde ließ sie ihn unbeaufsichtigt, mit festem Griff umklammerte sie seine Hand. Das blieb nicht ohne Folgen: mit Schuddern erinnert er sich an die Besuche bei Dr. Quakelbein, der mehrfach zur Reposition von Subluxationen des Radiusköpfchens aufgesucht werden musste. Getrieben von der Idee, das Kind solle „es doch mal besser haben,“ versuchte die Erziehungsberechtigte, ihm einzutrichtern, wie man ein reicher Mann wird, wie man klug wird, wie man erfolgreich wird. Aber die von ihr zu diesem Zweck angesprochenen Lehrmeister flohen vor ihrem aufdringlichen Wesen. Der Einzige, der nicht fliehen konnte, war unser Rätselmann, damals noch ein Kind. Hilflos musste er sich in sein Schicksal fügen.

Als Erwachsenem gelang es ihm endlich, sich aus dem Würgegriff der Erziehungsberechtigten zu befreien. Er verließ Entenhausen und floh in eine andere Welt. Besser erging es ihm allerdings auch dort nicht. Da er nie etwas anderes kennen gelernt hatte, geriet er erneut an eine Frau, die ihn ebenso bevormundete wie früher seine Erziehungsberechtigte. Jahrzehnte verbrachte er resigniert an ihrer Seite. Er wählte er den Weg in die innere Emigration, ging nicht spazieren, las nicht, sah nicht fern, saß nur noch da.

Der Typus der beherrschenden Frau war der Einzige, den er als Jugendlicher je kennenlernen konnte. Das Schicksal hat ihn nie mit anderen Frauen zusammen geführt. Enttäuscht und bedrückt lebte er dahin.

Wer war’s?




























Es war der kleine Hermann, aus „Der verhängnisvolle Kronenkork“ (US 6/2, MM 19/59, TGDD 77).

Seine Kindheit wird eindrucksvoll von der kurzen Straßenszene beleuchtet, die uns überliefert ist.

Der erwachsene Hermann dagegen begegnet uns mindestens in drei Darstellungen. Jedes Mal ist er verheiratet, jedes Mal erscheint die Gattin als die bestimmende Person in der Beziehung. Loriot schildert Hermann in der Szene „Feierabend“ als einen Ehemann, der vermutlich erschöpft vom Jagen und Sammeln heimkehrt, und dem die Gattin die erstrebte Ruhe nicht gönnen will.

In Entenhausen sehen wir Hermann Schutz suchend hinter einem Sessel, während auf der Straße zwei Dampfbagger aufeinander schlagen. Die sorgfältig frisierte Gattin fordert den vor den Ereignissen Fliehenden (vgl. auch Platthaus über die AusFlucht) vergeblich auf, „was“ zu tun. Aber Hermann ist keine Ameise, der tut nicht einfach „was“.

Schließlich lernen wir Hermann kennen, einen Landwirt, der sogar über ein eigenes Flugzeug zur Schädlings-bekämpfung verfügt. Seine Gattin Dorothea (die nach einem Bericht des verstorbenen Goethe mal mit einem Flüchtlingstreck ins Land kam), versucht ebenfalls vergeblich, das Handeln des Gatten zu beeinflussen. Wir sehen in diesen Personen den Archetyp des Hermanns: er ist verheiratet mit einer Frau, die ihn zu steuern und zu beeinflussen versucht. An allen drei Hermanns zeigt sich aber auch, dass sich mit der Zeit eine gewisse Immunität gegenüber solchen Versuchen der Einflussnahme herausbildet. Wenn schon im Keller oder in der Garage keine Werkstatt existiert, in die mann sich zurückziehen kann, so hat sich doch eine Art innere Besenkammer herausgebildet, die der AusFlucht dient.

Zehn richtige Lösungen trafen ein, was der Quizmaster als einen neuerlichen Beweis v.d.n.Ü.d.D. wertet. Hilfreich die psychologischen Ausführungen aus dem Pfinztal. Dank auch an H.H. für den Hinweis auf das Hermannsdenkmal in New Ulm, Minnesota. Aus einem Münchner Postfach kam ein Abbild von Hermanns Mutter von hinten, allerdings ohne Hut. Leider war nicht allen Quizteilnehmern eine korrekte Lösung gelungen. Nein, lieber G.S. (was für Initialen...), es war nicht Herbert aus den drei dreckigen Ducks. Knapp vorbei ist auch daneben. Gelohnt hat sich die Teilnahme für Kurt Martin aus Vierhöfen. er gewinnt das Buch „Die Kunst, als reicher Mann zu sterben“ von D. Duck mit einem Titelbild von Gottfried Helnwein. Gratulation!