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Deutsche Organisation nichtkommerzieller Anhänger des lauteren Donaldismus

Gangolf Seitz:

Das donaldische Quiz 150

„Das überhandnehmende Maschinenwesen quält und ängstigt mich, es wälzt sich heran wie ein Gewitter, langsam, langsam; aber es hat seine Richtung genommen, es wird kommen und treffen.“
J.W. Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre

Die Arbeitswelt wird immer komplizierter. Das ahnte schon der verstorbene Dichter Goethe. Zu seiner Zeit waren die Dampfmaschine, die Erstarkung des Bürgertums und des Kapitals, die Verelendung der arbeitenden Massen die Symptome der Neuerungen. Der Trierer Karl Marx schrieb darüber Werke, die viele im Bücherschrank stehen haben, aber nur wenige gelesen haben. Ein Phänomen, das auch bei anderen Schriften aus Trier zu bemerken ist. Heute ist es mal wieder so weit, dass die Umwälzungen des Arbeitslebens daran denken lassen, wie denn das alles zu bewältigen sei. Alles wird digitaler, es gibt neue Berufe, alte sterben aus, TTIP bedroht unser Land, und dann kommen auch noch die Chinesen und kaufen ganze Flughäfen. Ein Vorschlag zur Bewältigung der Krise (wenn es denn eine sein soll) wurde ernsthaft in der Schweiz diskutiert und zunächst vom Volk abgelehnt: das bedingungslose Grundeinkommen. Gebt den Menschen, was sie zum Leben brauchen, und vielleicht werden sie dann auch arbeiten.

Es wird so getan, als ob dieser Gedanke neu sei. Aber wie so vieles kann man ihm beim Studium der Welt von Entenhausen bereits begegnen. Ein Geschäftsmann, der mit exotischen Importen handelte, hatte erhebliche Schwierigkeiten, geeignetes Personal für seine Firma zu finden. Die Arbeit erschien auf den ersten Blick wenig aufregend, erwies sich aber bei näherem Zusehen als durchaus anspruchsvoll und erforderte die selbständige Entwicklung von Problemlösungen. Darüber hinaus war sie in einem engen Zeitfenster zu erbringen. Als unser Geschäftsmann glaubte, endlich geeignetes Personal für seine Firma gefunden zu haben, wurde ihm dieses abgeworben. Der Konkurrent bot den Kandidaten eine attraktive Bezahlung fürs Nichtstun an. Ein Grundeinkommen nicht ganz ohne Bedingungen zwar, jedoch nahe dran. Und wir blicken erneut beeindruckt auf Entenhausen, wo bereits Realität ist, was hier erst in Ansätzen diskutiert wird. Wer aber war der Geschäftsmann, der erneut ohne Personal da stand ?

Wer war’s?




























Es war Omar Obarsan aus „Kampf mit dem Löwen“ (WDC 203, TGDD 20 u.a.).


Schwierigkeiten sind bekanntlich dazu da, um überwunden zu werden, und so erfreuten dreizehn ausschließlich korrekte Antworten das Herz das Quizmasters. Selten hat eine gesuchte Persönlichkeit gleich mehrfach positive Attribute erhalten: „Omar Obarsan, der Gute“ (Herr W. aus P.), „der brave Omar Obarsan“ (Dr. J. aus O). Das ist bemerkenswert, da Geschäftsleute sonst eher negativ connotiert sind. Immer wieder sticht den Quizmeister der Hafer, und er begibt sich auf das schlüpfrige Feld der Politik. Das bleibt nicht ungestraft, und Widerworte und alternative Fakten werden aufgeboten, etwa aus Geilenkirchen (das liegt unweit des mittlerweile bekannteren Würselen): „hier geht es nicht um das Grundeinkommen, sondern um den Jugendschutz. Herr Duck schützt seine Neffen vor dem ausbeuterischen Omar Obarsan, der wahrscheinlich nicht mal versichert ist. Duck ist somit auch kein Konkurrent von Obarsan. Das wahre Opfer aber bleibt der Verbraucher. Süßmäulchen muss weinen!“

Bertel aus Stein weiß allerlei Lebensweisheiten anzuführen, etwa das angelsächsische „time is money“, dem der deutsche Arbeitnehmer gerne ein „Eile mit Weile“ oder „Gut Ding will Weile haben“ entgegen setze. Der verstorbene Schiller, der auch diesem Quiz das Motto geliefert hat, trug mit „Gefährlich ist’s, den Leu zu wecken“ ein Zitat zum Thema bei. Das Waisenkind ließ sich von derlei Volksweisheiten nicht anfechten. Auch nicht von der Antwort eines sprechenden Hundes aus dem Badischen „ Oooo aa Oooo aa aa.“ Hic Rhodos, hic salta! Und so ging der Preis, ein donaldischer Schlüsselanhänger, an Georg Werner nach Peiting. Glückwunsch!