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Deutsche Organisation nichtkommerzieller Anhänger des lauteren Donaldismus

41. Kongress der D.O.N.A.L.D. am 07. April 2018 in Königslutter am Elm

Dies ist die kompetente Kurzfassung des Kongressberichts, speziell vorab fürs Netz. Der Kongress-Chronist Norbert Nordlicht fasst die wichtigsten Ereignisse, Erkenntnisse, Erlebnisse des Tages zusammen. Der komplette Königsluttersche Kongressbericht erscheint wie üblich in aller Ausführlichkeit als Print-Version im neuen DD.

Der Kongress fand im Festsaal der psychiatrischen Klinik statt, gebaut aus dem örtlich anstehenden Duckstein, der auch dem lokalen Bier seinen Namen gab. Der Raum erwies sich als prächtig, aber doch etwas beengt, sodass der BafDoKug mit unmissverständlichen Worten aufgefordert wurde, sein DoKug in der benachbarten Besenkammer auszustellen. Es war wohl auch kein Platz, um die sonst üblichen Reiche-Plakate oder alte Kongressplakate aufzuhängen. Nicht einmal das Rednerpult wurde donaldisiert.




Die Macht der Töne

Die Eröffnung des Kongresses war als "pompös" angekündigt worden, und so war es auch. Es erschienen zwei kreuzfidele dudelsackspielende Scheiche von den "38th District Pipes And Drums" und präsentierten Aliquotstimmen-Dissonanzen, die Trichinen hinter Tresortüren hätte töten können. (Anmerkung des webseitengestalters: lt. MifüMi-Reducktör haben "die Dudelpfeifer" das Veröffentlichen ihres Auftritts untersagt. Vermutlich eine Vorsichtsmaßnahme zum Schutz der Öffentlichkeit). Die gerade noch amtierende Präsidente Uli de Planque eröffnete den Kongress. Der Bürgermeister Alexander Hoppe sprach ein Grußwort, und los ging’s.


"Doch unser Schwein ist auch nicht klein!"

Das erste Referat hielt Susanne Luber, besser bekannt als Frl. Tuschel. In Ergänzung zu Andreas Platthaus’ berühmter Arbeit „Wie tief man doch sinken kann“ (DD 121) referierte sie über das Sink- und Untergangsverhalten von Wasserkleinfahrzeugen und machte damit deutlich, dass selbst eine umfassende Arbeit wie die von Platthaus nicht etwa abschließend sein kann, sondern dem Forschenden neue Anregungen eröffnen kann. Grundsätzlich sinken Wasserkleinfahrzeuge deutlich seltener als Dickschiffe, die fast ausnahmslos dem Untergang geweiht sind. Die Chance, über der Oberfläche zu bleiben, steigt mit der Art des Antriebs: muskelgetriebene (geruderte, gepaddelte) Wasserkleinfahrzeuge sinken seltener als maschinengetriebene. Am sichersten sind Flöße, die sinken nie. Beeindruckt war das Auditorium auch von der Erkenntnis, dass große Schiffe mit dem Geräusch „Gurgel“ untergehen, kleine dagegen mit einem „Blubb“.

"So erkennt mich meine eigene Mutter nicht!"

Viola Dioszeghy-Krauß setzte sich unter dem Titel „Studiert die Klassiker!“ mit den in Entenhausen beliebten Verkleidungen auseinander und stellte eine Verbindung zur Pseudopetasientheorie (Ernst Horst, DD 72) her. Ihre Erkenntnis, dass Masken und Verkleidungen eine autonome Mimik entwickeln, führt zu der Hypothese, dass Verkleidungen ebenso selbstständige Wesen sind wie Pseudopetasien. Dioszeghy-Krauß schuf für diese Wesen den Begriff der „Pseudodermie“.






"Wenn das meine armen Eltern wüssten!"

paTrick Martin verlieh anschließend den McMoneysac-Preis 2018 an den Vorstansvorsitzenden der Siemens AG, Joe Kaeser. Er würde für hinreichend würdig gefunden, seine wirtschaftlichen Interessen frei von den Fesseln moralischer Bedenken durchzusetzen.









"Wir gehen nicht in den Knast!" (176-617)

Die dissoziale Persönlichkeitsstruktur der Panzerknacker war das Thema des folgenden Vortrags von Lydia Benecke. Sie wies auf typische Charaktereigenschaften krimineller Personen hin, wie etwa Gefühlskälte, Freude an der Grausamkeit, Streben nach Anerkennung, nicht zuletzt die Überzeugung, dass man nicht erwischt wird. Lydia Beneckes Premiere als donaldistische Forscherin war ein voller Erfolg.






"Das mir! Wo ich im Aufsatz immer gut war!"

Der von Martin Söllig ausgeschriebene Aufsatzwettbewerb zum Thema "Mein schönestes donaldisches Erlebnis", wurde von einem Einsender aus einem Münchner Postfach gewonnen, der vom Brand in der Zigarrenfabrik erzählte.








"Reden von bestechender Einfalt! und verblüffendem Scharfsinn?"

Zu eilig vorgeführten Bildern aus dem Entenhausener Universum mussten fünf Redner spontane Texte sprechen. Dass das kaum jemandem überzeugend gelingt, hätte Söllig wissen können.









"Schlechte Zeiten, Kamerad!"

Nach der Kaffeepause bot Moritz Stangl, ebenfalls ein Newcomer (h.m.e.j.E.s.) der donaldistischen Szene, bei seiner wissenschaftlichen Premiere schwere Kost, nicht zuletzt, weil seine Präsentation weitgehend ohne Bilder auskam. Er hatte sich den Vergleich der Intelligenzevolution zur Aufgabe gemacht. Möglicherweise ist Stangl zwischen zwei komischen Kästen durchgeschritten, die am Wegesrand standen. Dies Ereignis befähigte ihn, diesen Vortrag zu halten.






"Unser wissenschaftliches Material ist ziemlich zusammengeschmolzen."

paTrick Martin als Vorsitzender der Akademie der donaldistischen Wissenschaften verlieh sodann den Professor-Püstele-Preis an Barbara Janz und Edda Gerstner für ihr Werk "Das Kochbuch der D.O.N.A.L.D."








"Helft Brände verhüten!"

Schlussendlich trat die Geheimwaffe der D.O.N.A.L.D. ans Podium: Andreas Platthaus, der begeisternde Rhetoriker. Dies Jahr hatte er sich in Anspielung auf einen erfolgreichen Hollywood-Film die Aufgabe gestellt, über Plakatwände in Entenhausen zu referieren: „Three Billboards Outside Duckburg, Calisota.“ Plakatwände sind häufig in Entenhausen; es gibt kommunale Flächen zur Ankündigung von Veranstaltungen, zur Werbung für Brandschutz. Es gibt auch private Plakatwände Werbung. Und es gibt leere Plakatwände, auf denen nichts steht. Platthaus regte an, diese Wände mit einer Aufforderung an den Kassenwart zu beschriften, er solle das Vereinsprojekt aufgeben. Womit der wissenschaftliche Teil beendet war.

Der sog. Vereinsteil begann mit der Frage "ja zum Verein oder nein?" Nachdem das Thema hinreichend erschöpft war, schritt man zur Abstimmung. Anschließend fanden die Wahlen der neuen Würdenträger statt.

Nacht fiel über Entenhausen

  • Eine Mehrheit entschied, das Wesentliche des organisierten Donaldismus - Vereinsabstinenz - zu Grabe zu tragen

  • PdD: Udo Bernhard

  • ZdD: Patrick Bahners

  • Kassenwart: Matthias Wagner

  • E.M.A.: die letzten 13 Präsidenten

  • BafDoKug: Thorsten Buhles, Udo Bernhard

  • OVA: Edda Gerstner, Martin Lhotzky

  • Red MifüMi: Christian Pfeiler

  • webmaster: Fritjof Muëller, Thorsten Bremer

  • Kongressort 2019: Freiburg i.B.

  • Das ebenfalls von Brigitte Garhöfer organisierte touristische Programm am nächsten Tag soll nicht unerwähnt bleiben. Bruder Wilfried, ein Benediktiner aus dem 12. Jahrhundert, führte durch die romanische Stiftskirche des Kaisers Lothar, heute allgemein der Kaiserdom genannt, als plötzlich die Orgel zu spielen begann und in zarten Registern das alte Lied „Gold und Silber lieb ich sehr“ intonierte. Nach der Führung erhielten die Donaldisten von Organist Matthias Wengler noch ein wunderbares Konzert auf der großen romantischen Orgel mit Werken, die größtenteils auch in Entenhausen bekannt sind:


  • Johann Sebastian Bach: Präludium und Fuge
  • Franz Schubert: An die Musik („Du holde Kunst, in wie viel grauen Stunden…“)
  • Robert Schumann, Der fröhliche Landmann, von der Arbeit zurückkehrend
  • Robert Schumann: Träumerei
  • Paul Burkhard: O mein Papa
  • Eduardo di Capua: O sole mio
  • Les Reed: Der letzte Walzer
  • Loriot: Ich wünsch mir ne kleine Mietzekatze
  • Felix Mendelssohn-Bartholdy: Hochzeitsmarsch
  • Das Konzert schloss mit der Hymne der D.O.N.A.L.D.,
    die aus vollen Kehlen stehend mitgeschmettert wurde.
    Das hat der Dom in neunhundert Jahren noch nicht erlebt!

  • Eine Info vom Brett (12. April 2018) besagt, dass der Kantor es leider untersagt hat, die Aufzeichnungen seines Konzertes öffentlich zu machen. Gilt auch für den Mitgliederbereich. Schade, aber das Vertrauen des Kantors in unsere Lauterkeit soll nicht missbraucht werden. Musikalische Perlen Entenhausener Liedguts findet man seit Langem sowieso schon hier .